Ein Winterroman mit Tiefgang, Liebe, Kaminfeuer und Zimtsternen

Wenn aus Winter Wärme wird

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Taschenbuch
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Ein warmherziger Winterroman über die Kraft der Vergebung und die Unvorhersehbarkeit der Liebe

Eine Mutter und ihre Tochter, die seit einem Jahr nicht mehr miteinander gesprochen haben.

Zwei beste Freundinnen, zwischen denen ein Geheimnis steht.

Ein junges Paar, dessen Beziehung sich auf dem Prüfstand befindet.

Diese sechs Menschen treffen Mitte Dezember in Chaspers idyllischem Chalet in den verschneiten Schweizer Bergen aufeinander, aber alle haben unterschiedliche Vorstellungen von diesem Wochenende. Tania will Hüttengaudi, Kati hofft auf Vergessen und Florian wünscht sich, die fast erloschene Liebe neu zu entfachen. Oder?

Doch zwischen Lichterketten, prasselndem Kaminfeuer und Schneegestöber wartet das Leben darauf, ihre Schicksale kräftig durchzuschütteln, und bald ist nichts mehr so, wie es war.

Und was hat es mit dem Reh auf sich?

Die Fahrt führte sie die Hauptstraße entlang, und bei jeder Abzweigung linste Tania erwartungsvoll ums Eck, aber ihre einsilbige Chauffeurin fuhr immer weiter geradeaus. Tania verfluchte sich dafür, die Sonnenbrille vergessen zu haben; das gleißende Weiß der Schneelandschaft blendete schmerzhaft. Sie presste die Augen zusammen, ganz kurz nur, und als sie sie wieder öffnete, hatten sie das letzte Haus des Ortes hinter sich gelassen und fuhren durch das weiße Nichts, links ein Hang, rechts ganz weit unten und ganz klein ein Fluss. Nach vielleicht einer Minute bogen sie auf eine Straße ab, die diesen Namen nicht verdiente und die sich über Haarnadelkurven den Berg hochschraubte.

»Wo fahren wir hin?«, fragte Tania nach der vierten Kurve und wusste nicht mit Bestimmtheit, ob der steile Abhang das mulmige Gefühl in ihrem Bauch auslöste oder die schweigsame Frau, die sie wahrscheinlich gerade entführte.

»Na, zu Chasper«, antwortete die. »Gleich da, schau.«

Und tatsächlich, noch eine kleine Kurve und die Straße verlief wieder gerade, weit unten das Dörfchen, weit unten Tanias Magen, aber vor ihnen, auf einem kleinen Plateau, stand vor einem Tannenwald ein prächtiges, zweistöckiges Chalet, komplett aus Holz, das Dach dick mit Schnee bedeckt. Ein paar Eiszapfen hingen an der Kante und tropften, Rauch schwebte aus dem Schornstein. »Ruhehotel Onna« stand auf dem Schild unter dem breiten Balkon, wobei das »Ruhe« aussah, als wäre es erst kürzlich hinzugefügt worden. Onna, was war das denn für ein dämlicher Name, was sollte das sein? Hießen solche Hotels nicht »Alpenblick« oder »Sonnenschein«?

Die Frau parkte direkt neben dem Auto, das Tania als das ihrer Mutter erkannte. »Muss dann auch wieder los«, meinte sie und machte eine ruppige Kopfbewegung, die Tania aus dem Wagen scheuchte. Zwanzig Sekunden später stand sie auch schon allein vor dem Hotel, nichts als die auf dem Schild beworbene Ruhe in den Ohren, und das Gefühl beschlich sie, dass die Hüttengaudi wahrscheinlich überall stattfand außer hier.

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